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Simultandolmetschen bei Videokonferenzen

Sie suchen nach einer Lösung für Simultandolmetschen bei Videokonferenzen? Können wir Ihnen anbieten. Es ist zwar ein bisschen Technik und Schalten notwendig - aber wir machen es möglich.

  • Gute technische Lösungen werden auf dem Markt angeboten. Sie werden in der Regel mit spezialisierten und professionellen Anbietern für Simultandolmetschtechnik realisiert, denn für Simultandolmetschen in professioneller Qualität sind bestimmte Dinge erforderlich, die nicht jede hauseigene IT spontan anbieten kann.

  • Simultandolmetscher benötigen eine sehr gute Tonqualität. Was für das reine Zuhören bei einer normalen Telefon- oder Webkonferenz funktioniert, reicht oft nicht aus. Die Simultandolmetscher müssen den Redner über ihre eigene Stimme hinweg noch gut hören können. Wenn Sie ein bisschen Mühe und Vorbereitung in guten Ton investieren, haben aber letztlich alle Teilnehmer etwas davon.

  • Professionelle Dolmetscher werden konstruktiv reagieren und in jeder Situation ihr Bestes geben. Aber im Interesse aller werden sie auch auf Einschränkungen hinweisen. Wo die technischen Anforderungen nicht zu 100 % erfüllbar sind, wird sinnvollerweise mit allen Beteiligten vorab vereinbart, dass evtl. nicht alles gedolmetscht werden kann, und dass die Teilnehmer - gleich oder später - nachfragen können, wenn ihnen etwas entgangen ist.

Welche Lösungen gibt es?


Klassische Telefonkonferenz
: Simultandolmetschen ist eingeschränkt möglich, wenn jemand bei einer Präsenzveranstaltung zugeschaltet ist und nur kurz etwas sagt. Es ist problemlos möglich, wenn jemand am Telefon nur zuhören soll. Bei ganzen Sitzungen oder Vorträgen am Telefon ist Simultandolmetschen nicht geeignet (auch wenn die Teilnehmer sich noch verstehen, sprechen Simultandolmetscher ja gleichzeitig, brauchen also bessere Tonqualität). Wenn Sie nur ein Gespräch gedolmetscht haben wollen, ist  Konsekutivdolmetschen möglich und üblich, d. h. Redner und Dolmetscher sprechen abwechselnd.

Internetbasierte Systeme für mehrsprachige Konferenzen - sozusagen Skype, nur für mehrere Sprachen gleichzeitig: Hier brauchen Sie Beratung. Streng genommen erfüllt aktuell keine Plattform alle technischen Anforderungen für zuverlässiges Simultandolmetschen wie bei einer normalen Konferenz. Sie sind insbesondere dann problematisch, wenn die Teilnehmer sich über das Telefon- oder Handynetz einwählen dürfen. Die Möglichkeiten werden aber ständig weiterentwickelt und in der aktuellen Situation können sie eine denkbare Lösung sein.

Videokonferenz als Webkonferenz: z. B. Skype for Business, WebEx, Zoom: Schnell und relativ unkompliziert realisierbare Lösung, mit der Simultandolmetschen denkbar ist. Aber Vorsicht: Die Audioqualität reicht in der Realität oft nicht aus. Alle Teilnehmer müssen mit einer sehr guten Internetverbindung dabei sein und am besten mit USB-Kopfhörer mit Mikrofon sprechen. Für jede Sprache ist eine separate Videokonferenz notwendig, sinnvollerweise mit Moderator.

Videokonferenz mit professioneller Technik: Die Qualität reicht meistens für zuverlässiges Simultandolmetschen aus. Auch hier gilt, dass für jede Sprache eine separate Schaltung notwendig ist.

Studios bzw. so genannte Remote-Hubs für Simultandolmetschen: Sie sind die beste Lösung. Hier stellen professionelle Anbieter die benötigte Technik in einer geeigneten Studio-Umgebung zur Verfügung und kümmern sich darum, dass Bild und Ton an die Dolmetscher übertragen werden, und natürlich das Gesprochene in allen Konferenzsprachen zurück an die Teilnehmer. Ja, damit sind Kosten verbunden. Aber Sie sollten die eingesparten Reisekosten dagegenrechnen und zu Zeiten des Klimawandels auch den Umwelteffekt.

Für Techniker: Was sind die wesentlichen technischen Voraussetzungen?


Bild: sowohl Redner und Präsentationen müssen auf ausreichend großen Bildschirmen zu sehen sein, die Redner lippensynchron.

Internetverbindung/Bandbreite: muss ausreichend sein, nämlich pro Zuspielung (= Kanal für 1 Bildschirm und Audio) sind mindestens 4 Mbps Download-Geschwindigkeit üblich (übliche private und Büro-Internet-Anschlüsse reichen in der Regel nicht)

Frequenzgang: Es müssen 125 Hz bis 15.000 Hz übertragen werden. Sämtliche Tonquellen, also Mikrofone, Kopfhörer, Computer etc., und Datenleitungen müssen diesen Frequenzgang bieten. Für reines Zuhören reicht weniger, beim Simultandolmetschen wird aber durch das gleichzeitige Sprechen ein Teil des Rednertons von der Stimme des Dolmetschers überlagert, weshalb höhere und tiefere Frequenzen für eine zuverlässige Arbeit notwendig sind.

Gehörschutz muss gewährleistet sein, z. B. gegen Rückkopplungen. Spitzen über 94db über 100 ms müssen automatisch abgeschaltet werden.

Mehrere Kommunikationskanäle sind notwendig: von Dolmetscher zu Techniker (Operator), Dolmetscher zu Moderator bzw. Redner der Konferenz, Dolmetscher zu anderen Dolmetschern.

Mikrofone: sämtliche verwendeten Mikrofone dürfen keine Nebengeräusche aufnehmen, z. B. ist die oft bei Telefonkonferenzen eingesetzte "Spinne" prinzipiell nicht geeignet. Nur das Mikrofon des jeweiligen Redners sollte eingeschaltet sein, alle anderen stumm.

Diese Anforderungen und Empfehlungen beruhen auf Hinweisen des Internationalen Verbands der Konferenzdolmetscher (aiic), ISO-Normen über Simultandolmetschanlagen und unseren eigenen praktischen Erfahrungen als Simultandolmetscher (Stand April 2020).

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